Archiv für den Tag: 6. Februar 2014

Halbwertszeit unseres Aussenspiegels auf der Fahrerseite

Tja – und es hat mal wieder „boom“ gemacht.
Die Halbwertszeit unseres linken Aussenspiegels sinkt bedenklich gegen 1/4 Jahr.
Erst drei Tage vor der Abfahrt – und jetzt schon wieder.
Da hängen die Reste traurig herum. Doch der Fahrer hat seine Telefonnummer unter den Scheibenwischer geklemmt. Als wir zurückkommen denke ich zuerst – hey eine Nachricht von unserer Mitreisenden auf dem Schiff, die unser WOMO haben stehen sehen – dann als ich mir den Zettel ansehe – kommt mir das doch buchstäblich recht spanisch vor – und dann sehe ich die Reste des Spiegels auf der Straße liegen.
Zum Glück sind gerade zwei Polizisten auf Streife an unserem WOMO vorbeigegangen und kommen uns zu Hilfe – die rufen gleich einen Sicherheitstransport für uns – geht ja nicht das wir OHNE Spiegel selber fahren – also mit Blaulicht zur Polizeistation.
Dort rufen die Kommissare Chich und Chong den Übeltäter gleich an. Der erscheint auch nach einer halben Stunde auf der Wache. Er fährt für eine Estancia und alles ist versichert. Versichert er uns! Na ja – es wird ein Protokoll aufgenommen und dreifach ausgedruckt – wir können es am nächsten Tag unterschrieben und abgestempelt wieder abholen.

Projekt- neuer Spiegel-1

Projekt- neuer Spiegel-1

Jetzt bekomme mal hier in El Calafate einen passenden Spiegel für einen T5 – der Polizeischutz hat nämlich nur zum hinfahren gereicht – dann kann man auch ohne Spiegel weiterfahren.

Projekt- neuer Spiegel-2

Projekt- neuer Spiegel-2

Wir also – in den nächsten Baumarkt und ein Projekt gestartet:
Heute bauen wir einen neuen Spiegel – zugeschaut und mitgebaut!

Ausgangssituation:

Projekt- neuer Spiegel-4

Projekt- neuer Spiegel-4

Man braucht:
– erst mal genug Tape,
– dann einen Kinderspiegel zum aufkleben – unsere Wahl fällt auf „Schneemann“ – „Pinguin“war leider nicht mehr verfügbar.
– und dann noch einen kleinen Zauberspiegel für die Rundumsicht.

Projekt- neuer Spiegel-5

Projekt- neuer Spiegel-5

einen Bastler:

Projekt- neuer Spiegel-8

Projekt- neuer Spiegel-8

und das Ergebnis:

Projekt- neuer Spiegel-7

Projekt- neuer Spiegel-7

– funktioniert bestens – sogar die elektrische Verstellung

Projekt- neuer Spiegel-12

Projekt- neuer Spiegel-12

(auf das Modul „Heizen“ müssen wir leider verzichten)

„Plattfuss“ in Südamerika

Erster Plattfuss:

Nach ca. 6.500 km haben wir unseren ersten Platten gefahren.

Erst hat sich der Luftverlust beim hinten rechts noch in Grenzen gehalten – doch dann haben wir einen Metallgegenstand im Reifen entdeckt. Schön zwischen den Profilrippen versteckt.

Die Notreperatur mit Reifenpilot hat uns noch bis El Calafate gebracht. Dort haben wir dann auch unsere erste „Gomeria“ angesteuert. 5 junge Kerle, die ihren hippen Laden um die Ecke hatten. Coole Musik, Croissants auf dem Ölfass gebacken und jede Menge Altmetall. Na wie bei uns daheim beim „Pitstop“schaut’s hier nicht gerade aus. Doch der Tankwart, den wir an der Tanke gefragt hatten hat uns die „Garage“ wärmstens empfohlen. (Ich denke das einer der Jungs sein Sohn ist).Doch die Jungs haben gleich zu dritt angepackt und da wir zwei komplette Ersatzräder auf unserem Träger haben, wurden gleich die beiden Räder der Hinterachse getauscht. Mit zwei Wagenhebern und viel Kraft am Radkreuz war die ganze Sache in 20 Minuten erledigt. Derweil hatte der „Chef“ den kaputten Reifen von der Felge gezogen, die Krampe – als die sich das Metallteil herausstellte – entfernt und den Reifen mit zwei „Gummistöpseln“ wieder in Ordnung gebracht.

Kostenpunkt: 120 Pesos = ca. 12.- Euro.

 

Gomeria Gallardo

Gomeria Gallardo

 

schön offenhalten

schön offenhalten

Fazit:

Da kann sich der „Pitstop“ in Deutschland mal ne’ Scheibe abschneiden wie hier Reifen gewechselt werden. Kein Getue weil das Auto nicht auf die Hebebühne passt – und kein Gemaule – „die Reifen passen ja gar nicht für den VW-Bus – sind ja gar nicht eingetragen im KFZ-Schein.“

Ja klar, sind sie nicht, dafür gibt’s hier ja auch ellenlange Schotterpisten und die Reifen passen hier zur Straßenoberfläche besser als zum Papier des KFZ-Schein.

 

Der Übeltäter

Der Übeltäter

Nationalpark „Torres Del Paine“ in Chile

Unser erster Abstecher nach Chile hat uns von Punta Arenas über Puerto Natales in den Nationalpark „Torres Del Paine“ geführt. Die „Torres Del Paine“ – auch bekannt als die „3 Zinnen Südamerikas“ sind gigantische Granittürme, jeder Zahn mit einer fast 1.000 Meter hohen Felswand. Glatt und abweisend. Da steht man direkt am Gletschersee und legt den Kopf in den Nacken und staunt.

Torres Del Paine - die 3 Zinnen Südamerikas

Torres Del Paine – die 3 Zinnen Südamerikas

Anschließend an die Torres kommen die „Cuernos“ – Die Hörner – und man staunt wieder, wie schön Fels von den Elementen geformt werden kann.

Cuernos

Cuernos

Fast schon „Postkartenkitschig“ liegt unser zweites Camp, nachdem wir zu den Füßen der Torres hochgestiegen waren, am Lago Pehoe. Von dort hat man einen guten Standort um Touren im Nationalpark zu machen. Zum „Salto Grande“, einem Wasserfall der die beiden Seen, Lago Nordenskjöld und Lago Pehoe, trennt.

Lago Pehoe und die Cuernos

Lago Pehoe und die Cuernos

Auf dem Lago Grey, der letzten Station im Nationalpark, dümpeln mehr oder weniger große Eisberge herum, die vom Glacier Grey stammen.

Glacier Grey

Glacier Grey

Der auf dem Foto gehört zu den größten die in den letzten Jahren abgebrochen sind. Vor der Flussmündung stranden sie dann und tauen langsam vor sich hin.

Lago Grey mit Eisberg

Lago Grey mit Eisberg

Die Hängegletscher auf den umliegenden Bergen lassen nachts mit lautem Getöse ihre Eismassen in die Tiefe stürzen. Hört man aber nur wenn (glücklicherweise) mal gerade kein Wind weht.

Paine Massiv und Laguna Armada

Paine Massiv und Laguna Armada

Der Wind ist hier teilweise so heftig das man sich beim Wandern teilweise richtig hinkauern muss um nicht umgeblasen zu werden. Jacke an- oder ausziehen sollte man sich gründlich überlegen – sonst – schwupppps – haut’s einen um.

Torres Del Paine im ersten Morgenlicht

Torres Del Paine im ersten Morgenlicht

Nach diesen herrlichen Eindrücken geht’s von Chile erst mal wieder Richtung Argentinien und in den Nationalpark der Gletscher „Los Glacieres“ – „Perito Moreno“ bei El Calafate.