auf die letzte Rille!

Kolumbien - Land der Regenbogen

Kolumbien – Land der Regenbogen

Langsam aber unaufhaltsam nähert sich unsere Reise
durch Südamerika, immer an den Anden entlang, dem Ende.

Nordwärts, und es wir immer heisser und schwüler.
Unwetter und sinflutartige Regenfälle jeden Nachmittag
verkünden den Beginn der Regenzeit.
Auf den befestigten Straßen in Kolumbien wünschen wir uns oft
die chilenischen Schotterpisten zurück.
Es gibt Schlaglöcher im Asphalt, da kann man problemlos
einen Fußball verstecken.
Bodenwellen, und abgesackte Fahrbahnhälften die einen
Bekanntschaft mit dem eigenen (Fahrzeug)Himmel machen lassen
Diese Tortur für Mensch und Maschine fordert so langsam ihren Tribut. Die rechte, hintere Luftfeder gibt ihren Geist auf und entlässt angestrengt und geräuschvoll die Luft die wir vorne hineinpumpen. So müssen wir notgedrungen nur auf dem Stoßdämpfer weiterhoppeln. Dann entfleucht das Leben mit einem Stoßseufzer aus der Klimaanlage und gnadenlos schwitzen ist angesagt.
Es ist als ob unser WOMO auch spürt das es dem Ende entgegengeht.
Wir haben jetzt den nördlichsten Punkt unserer Reise auf
dem südamerikanischen Kontinent erreicht.
Nun wird noch ein wenig Karibik mit Palmen und weissem Sandstrand genossen, bevor es nach Cartagena geht, wo wir das WOMO zur Verschiffung, zurück nach Deutschland, fertig machen.

die letzte Rille

die letzte Rille

Wieso der Blog „auf die letzte Rille“ heißt?
nun, in ganz Südamerika gibt es künstliche Fahrbahnwellen, die vor
Schulen, in Ortschaften und wenn man es nicht erwartet, die Geschwindigkeit der Fahrer begrenzen sollen.
Und ehrlich gesagt – langsam aber sicher nerven mich diese „schlafenden Polizisten“.
Jedesmal schaukelt man sich im Schritttempo über diese Dinger.
Das Auto ächzt und knarzt in allen Fugen.
Ganz flotte Fahrer zwängen sich, trotz Gegenverkehr, schnell noch an einem vorbei, werden aber in 50 Metern selber wieder ausgebremst, und  drängeln, noch so gerade eben, vor einem Zusammenprall vor dir in die kleine Lücke.
Jetzt haben sich die erfinderischen Kolumbianer noch eine weitere Spielart ausgedacht – nicht nur (positiv) Hubbel – nein zusätzlich fräsen sie den Belag auch noch (negativ) aus.

Das ermöglicht den fliegenden Händlern, die an diesen markanten
Punkten Stellung bezogen haben, dir noch länger irgendwelche
Adapter, Sonnenbrillen, USB-Sticks oder selbstgemachte
Marmelade durch’s offene Fenster zu reichen.

Ich werde mir diesen Vermarktungstrick für die Lange Straße
um 5 Uhr Abends merken.
Am Kranen kann ich dann jedem ein frisches Leberkäsbrötla in’s Auto reichen, da geht der „Mac Donalds Drive In“ bald pleite…….

Karibik

Karibik

Aber jetzt geh’ ich erst mal an den Strand
– muss mal Urlaub vom Reisen machen und aufpassen,
das mir keine Kokosnuss auf den Kopf fällt!

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