Colca Canyon – ganz schön tief

Nachdem wir zwei Tage in Arequipa, der wohl schönsten Stadt in Peru, verbracht haben, sind wir weitergefahren zum Colca Canyon.
Arequipa besticht mit seiner schönen Innenstadt und den aus weissen Vulkangestein erbauten Kolonialgebäuden.
Unser Camp haben wir im Garten des „Hostal Mercedes“, direkt in der Innenstadt aufgeschlagen. Dementsprechend laut war die 4-spurige Straße, die direkt an unserem Ohr vorbei führt. Aber dafür stehen wir sicher und in die Innenstadt sind es nur 5 Minuten zu Fuß. Wir schlendern durch die Stadt und erledigen einige Dinge, wie neue Telefonkarten besorgen, Geld tauschen und den Taxis auszuweichen, die einem über die Füße fahren wollen.


Nach 2 Tagen Sightseeing langt es dann auch und wir starten zum Colca Canyon.

Colca - Chivay

Colca – Chivay

Es geht wieder hinauf bis auf 4.800 Meter, und dann in endlosen Serpentinen nach Chivay hinunter auf 3.600 Meter.
Der Colca Canyon wird schon seit der Präinkazeit intensiv für die Landwirtschaft genutzt, denn das Klima ist hier „relativ“ mild.
Die Schlucht gehört zu einer der tiefsten der Erde, und es kommt, wie immer natürlich auf den Betrachtungspunkt an,
wie man „Tiefe“ definiert.

Colca - Terrassenfelder

Colca – Terrassenfelder

Allerdings sind die Ausblicke von der (übelsten) Piste wirklich grandios. Was stört, ist die gnadenlose Vermarktung der Peruaner dieses Naturwunders. Als Europäer muss man 70 Soles Eintritt p.P. bezahlen. Das sind fast 18 Euro – für na ja, das man halt die Schlucht herunterschauen kann. An der Kontrollstelle, wo die Tickets verkauft werden verhandle ich deshalb den Einheimischen Preis von 40 Soles  p.P. – das reicht auch. (Mein Spanisch kann ganz schön überzeugend sein ;-))))))

Absturzsicher

Absturzsicher

Die Piste, auf der einem gefühlte 200 Mercedes Sprinter mit Pauschaltouristen und 20 Busse entgegenkommen, ist mit Tiefblicken garniert, die einem die schauerlichsten Geschichten von abgestürzten Autos in den Kopf projizieren. Der Fahrstil der Peruaner unterscheidet sich im übrigen in nichts von dem der Bolivianer!

Colca - Canyon

Colca – Canyon

Am höchsten Aussichtspunkt erkennt man den Grund der Schlucht kaum mehr – ist ja auch einen knappen Kilometer entfernt!
An den Klippen kreisen Kondore im Aufwind und wir sitzen den halben Tag da und lassen diese Landschaft auf uns wirken.

Colca - Condor

Colca – Condor

Beim zurückfahren stellen wir fest, das wir ganz alleine sind – alle Tourbusse sind verschwunden, die Staubschleier haben sich verzogen, und die Marktstände, an denen man Decken und allerlei Souvenirs erstehen konnte liegen verlassen da.
Hier herrscht nur am Vormittag Tourismus – später teilt man die Landschaft mit den Terrassenfeldern und den umliegenden Vulkanen  nur mit den Lamas und den Schafen, sowie einigen Campesinos die auf ihre Tiere aufpassen das sie keinen Quatsch machen………..

Das schönste Lama - das bin ich!

Das schönste Lama – das bin ich!

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *