Die Grabtürme von Sillustani

Auf dem Weg zur Straße nach Cusco kommen wir wieder recht nahe am Titikakasee vorbei, und so machen wir einen kurzen Abstecher über Juliaca, der wohl chaotischsten Stadt in ganz Peru, zu den Grabtürmen von Sillustani.

Aber erst mal Juliaca – Verkehrschaos pur.
Diese Stadt ist ein, ja was eigentlich? Ich finde dafür gar keine passenden Formulierungen. Die Straßen sind vollgestopft mit Fahrzeugen aller Art, vom Fahrrad bis hin zum LKW.
Die tummeln sich alle gerade da wo Platz ist.
Also nirgends und doch überall.

Chaos in Juliaca

Chaos in Juliaca

Jeder hat natürlich Vorfahrt und Fußgänger, die zwischen diesem Chaos hin und her huschen sind begehrte Jagdopfer.

Chaos in Juliaca

Chaos in Juliaca

Es gibt hier so niedliche Taxi-Dreiräder. über die könnte man einfach ‚drüberfahren ohne groß was zu spüren. Und diese Dinger sind überall. Vorne recht links hinten – zwängen sich in jede kleinste Lücke und verstopfen den Verkehr vollends. Unser NAVI hat uns dann auch noch in die engsten Gassen gelotst und da war auch noch Markt. Ich habe eine Handvoll Obst- und Gemüsestände verwüstet, als ich mich da durchzwängen musste. Dann habe ich mir das NAVI geschnappt und die „Umgehung“ gesucht.
Das ist sie:

Chaos in Juliaca

Chaos in Juliaca

Die Straße ist in einem Zustand, als ob gerade ein Natomanöver mit schwerem Gerät in der Stadt durchgeführt wurde. Die Schlaglöcher sind so tief, so ein kleines Taxi würde einfach hineinfallen. Ach ja, Gullydeckel sind auch Mangelware, und so manches Loch ist mindestens 2 Meter tief.

Chaos in Juliaca

Chaos in Juliaca

Da könnten die Peruaner eigentlich ihren ganzen Müll hineinschmeißen. Aber den kippen sie lieber direkt auf die Straße, eventuell ist ja noch was brauchbares dabei……………

Chaos in Juliaca

Chaos in Juliaca

Die kleinen Dreiräder eignen sich auch hervorragend als Transporter für Dinge des täglichen Lebens. Ich weiß ja nicht, aber der Fahrer hat dann vor einer „Peluqueria“ angehalten. Ist’s für die Schafe oder die Mädels? (Peluqueria = Frisör)

Nachdem wir diesen Großstadtdschungel hinter uns gebracht haben sind wir dann nach Sillustani gefahren und haben die alten Grabhügel bewundert. Hier wurden schon in der Präinkazeit prachtvolle Grabanlagen geschaffen. Wenn ein einflussreicher Herrscher gestorben ist, hat man seine Frauen, Kinder und seine Untergebenen gleich mit umgebracht und eingemauert.

Sillustani Grabhügel-1

Sillustani Grabhügel-1

Die Steine wurden kunstvoll behauen und geglättet, und dann aufgeschichtet. auf der Innenseite wurde das ganze dann mit Lehm und Kieselsteinen ausgesteift.

Sillustani-Grabhügel-3

Sillustani-Grabhügel-3

Diese kunstvolle Steinarchitektur hat uns dann für das Chaos in der Stadt entschädigt. Wir durften auf dem Parkplatz vor dem Museum mit unserem WOMO übernachten, und hatten einen privaten Nachtwächter. Der war sehr lustig.

Sillustani-Grabhügel-2

Sillustani-Grabhügel-2

 

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