{"id":466,"date":"2013-12-17T19:20:55","date_gmt":"2013-12-17T18:20:55","guid":{"rendered":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=466"},"modified":"2013-12-25T19:48:55","modified_gmt":"2013-12-25T18:48:55","slug":"auf-see-mit-der-grande-cameroon","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=466","title":{"rendered":"Auf See mit der Grande Cameroon"},"content":{"rendered":"<p><b>Was macht man denn 30 Tage auf einem Frachter?<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_475\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-475\" data-attachment-id=\"475\" data-permalink=\"http:\/\/my-alps.de\/?attachment_id=475\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?fit=1024%2C768\" data-orig-size=\"1024,768\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-RX100&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1386008292&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;10.4&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.003125&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"grosse Klappe\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Grande Cameroon&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?fit=300%2C225\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?fit=625%2C469\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-475\" alt=\"Grande Cameroon\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?resize=625%2C469\" width=\"625\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?w=1024 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/grosse-Klappe.jpg?resize=300%2C225 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-475\" class=\"wp-caption-text\">Grande Cameroon &#8211; man beachte die zwei Personen oben an Deck!<\/p><\/div>\n<p><b>\u201eSie\u201c schreibt dazu:<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Frage h\u00f6rten wir sehr oft in diesem Jahr. Ist es doch im Rahmen der normalen 30-Tage-Jahresurlaub-B\u00fcrger wie auch wir es bisher waren, UN VOR STELL BAR, derart die Zeit zu verbringen. Ich hatte damit kein Problem, in meinem Gehirn entwickelte sich eine Schublade f\u00fcr: Dinge-die-du-machen-kannst-wenn-gen\u00fcgend-Zeit-und-kein-Netz-zur-Verf\u00fcgung-hast. Die Schublade war voll und die Taschen zu transportieren dem entsprechend auch. ER hat zwar nichts gesagt, aber ich konnte seine Gedanken wohl entziffern: Was tust du mit dem ganzen Zeuch??? Abwarten Freund &#8211; das sieht vielleicht nicht ganz sooooo nachvollziehbar aus, aber hat System &#8211; ehrlich. (ja es wird weniger, keine Panik).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Gep\u00e4ck an Bord bestand nat\u00fcrlich aus \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlichen Dingen. Die wichtigsten waren letztendlich B\u00fccher, H\u00f6rb\u00fccher, unser gut gef\u00fcttertes E-Book, Wolle, eine Yogamatte und ein Springseil. Bei ihm kam noch eine sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Kameraausr\u00fcstung und sein Macbook dazu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus dem geplanten Starttermin 22. Oktober.wurde der 11. November. Zeit, die wir gut zu nutzen wussten, um unsere beruflichen Verpflichtungen gar abzuschlie\u00dfen, die Wohnung zu r\u00e4umen und noch mit unseren Familien und Freunden zu verbringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Die Kabine<\/b>.<\/p>\n<p>Man mochte sich im Vorfeld gar nicht vorstellen, wie die wohl so sein wird. Die Queen Mary II lag zwar auch im Hamburger Hafen, aber wir wollten\u00b4s ja nicht anders. Wenn man von Stockbetten erstmal ausgeht, ist die Freude gro\u00df, wenn die zwei Betten horizontal nur 40 cm trennt. Wir sind auf einem Schiff und alles ist bombenfest verankert. Gut, akzeptiert, 2 Betten, \u00e1 87,5 cm breit und 40 cm die uns trennen ergaben die Gesamtbreite der Kabine<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Chance, noch einmal an das Womo zu kommen, bevor es f\u00fcr mindestens 30 Tage irgendwo in den 11 Stockwerken unter uns mit weiteren 2500 Fahrzeugen kuschelt, erwies sich als \u00e4u\u00dferst hilfreich, um den Wohlf\u00fchlfaktor der Kabine um ein vielfaches zu erh\u00f6hen: Danke Sidolin, deine frische Zitronennote gab uns das versprochene Gef\u00fchl von wahrer Sauberkeit, du hast uns nicht entt\u00e4uscht. Hab ich mir gleich gedacht, dass die Fugen in der Dusche einen wei\u00dfen Ursprung hatten. Die schweren Vorh\u00e4nge, um diese eh schon extreme Entfernung zwischen den Betten zu \u00fcberbr\u00fccken, waren die n\u00e4chsten Tage auch nicht notwendig, und wanderten deshalb in die Schublade, genauso wie diese Decken, die bereits sehr vielen Seem\u00e4nnern ein warmes, heimeliges Gef\u00fchl geben durften &#8211; Platz f\u00fcr unsere eigene Duftmarke in Form von mitgebrachten Schlafs\u00e4cken und -Decken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Situation sah also folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0 bedeutend mehr qm3 als im Womo (und das OHNE K\u00fcche und MIT Koch)<\/p>\n<p>fliesend Wasser und Strom, der nicht selbst erzeugt werden musste.<\/p>\n<p>keine Toilette, die geleert werden muss<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So betrachtet &#8211; wahrer Luxus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Innenkabine auf einem Frachter hat auf See eine ganz eigene Sprache: w\u00e4hrend der Fahrt auf dem Kanal war es ein sch\u00f6ner grooviger Samba-Reggae, es klapperte sch\u00f6n rhythmisch hm-tschagga-hm-tschagge-raggadagga-raggadagga. In gr\u00f6\u00dferen Gew\u00e4ssern wich das Ger\u00e4usch und ging \u00fcber in weiche flie\u00dfende Bewegungen, die uns sanft in den Schlaf schaukelten\u00a0 es fehlte nur noch die Musik des Loveboats aus den 80ern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Konversation verlief bis Antwerpen auf Englisch, wich jedoch einem Kauderwelsch aus Franz\u00f6sisch, Italienisch, Englisch und Deutsch als unser Exotendasein ein Ende fand: die Gleichgesinnten kamen an Bord. Pers\u00f6nlich kannten wir vor Antritt unserer Reise keinen Menschen, der ein \u00e4hnliches Vorhaben realisierte. Monatelang haben wir versucht \u00fcber Internet und diverse B\u00fccher an Infos zu gelangen und uns gut vorzubereiten und jetzt waren sie einfach da: die Gleichgesinnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>10 Passagiere beherbergte der Frachter, mit der Crew waren\u00b4s dann 28. Nicht viel, f\u00fcr diesen Giganten am Meer, mehr braucht\u00b4s aber scheinbar nicht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zeit verging unheimlich schnell. Liegt vermutlich daran, dass die sch\u00f6ne Zeit wie immer einen Beschleuniger zu haben scheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was war geschehen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Nichts<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>wir hatten unheimlich viel Zeit, nichts zu tun. Nichts tun bedeutet schlafen, d\u00f6sen und auf das Meer blicken. Nichts ist nicht der passende Begriff, es klingt fast etwas negativ. Dieses Nichtstun war aber wundersch\u00f6n. Nichtstun konnte nur von einer Sache unterbrochen werden: Essen. 8 Uhr, 12 Uhr, 18 Uhr p\u00fcnktlich. Unser Koch Marco hatte gute Tage, was er durch fr\u00f6hlich italienischen Singsang und gutes Essen uns zu verstehen gab, und er hatte schlechte Tage: kein Singsang und die K\u00fcche: traurig &#8211; so wie er. So viel Fleisch und Fisch kann man auf Dauer auch gar nicht essen, die Pasta schon. Erstaunlich war, dass es jeden Tag frisches Obst gab, und nat\u00fcrlich hatte dieser italienische Frachter eine richtige Espressomaschine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Alles<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gleichgesinnten haben sich aneinander gew\u00f6hnt und so schlich sich nach einigen Tagen eine gewisse Routine ein: wer geht wann in den Hobbyraum und belegt f\u00fcr wie lange Fitnessrad, Tischtennisplatte oder Baby-Soccer. Allabendlich gab es den Kampf der Giganten der M\u00e4nner am Kicker &#8211; zumindest h\u00f6rte es sich so an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben sehr viele B\u00fccher gelesen. Au\u00dferdem habe ich mich mit den H\u00f6rb\u00fcchern angefreundet, weil man dabei gleichzeitig auch stricken, h\u00e4keln, schlafen und auf\u00b4s Meer blicken kann. So habe ich einige Stunden verbracht, Stunden in einer anderen Welt, w\u00e4hrend man in einer anderen Welt sitzt und dabei auch noch etwas produktives macht &#8211; das gef\u00e4llt mir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein Sportprogramm in Form von yogabiegen und seilh\u00fcpfen wurde flei\u00dfig durchgezogen. Seilspringen: top<\/p>\n<p>Yoga: bis zum Kopfstand und wieder zur\u00fcck: top<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ER hatte Zeit, Bilder zu bearbeiten und um zu fotografieren. Die Reihenfolge variierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Spanisch haben wir beide ge\u00fcbt und theoretisch auch sehr viele Vokabeln gelernt. In der Praxis zeigt sich aber nun, dass alles anders ist. Wie halt immer braucht\u00b4s die n\u00f6tige Routine. Dein erstes Gestammel vergisst du nie, aber wir haben ja Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wurde ein Hafen angefahren, um die Grande Cameroon zu be- und entladen, spannte sich die Lage f\u00fcr Passagiere und Crew an. Ist man tagelang mit geschmeidigen Wellen besch\u00e4ftigt, erlebt man einen Hafen pl\u00f6tzlich ganz anders.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Antwerpen war ja noch mit Hamburg zu vergleichen, sehr klar strukturiert und gut organisiert. Dann kam Afrika &#8211; oh mein Gott, schon alleine vom Zuschauen war das richtig anstrengend. Dakar und zwei Tage sp\u00e4ter Banjul war alles andere als erwartet. Der Hafenbereich war frei zug\u00e4nglich und alle m\u00f6glichen Leute hielten sich im Bereich der riesig und einladend wirkenden Br\u00fccke auf. Wir standen am obersten Deck, 12 Stock, und schauten dem Treiben zu, mit dem Wissen, dass wenige Meter davon entfernt sich unser Zuhause befindet, und wir keinen Einfluss darauf haben, was dort passiert, vor allem nachts. Wir hatten Gl\u00fcck und es wurde nur eine Ersatzradabdeckung und Gurte geklaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beachtlich waren auch die\u201cwichtigen M\u00e4nner in Uniform\u201c. Wie wichtig diese letztendlich waren, erkannte man an Anzahl und Volumen der schwarzen T\u00fcten, die sie mit von Bord schleppten. Zigaretten, Softdrinks, und sogar Milch! Kaum wurde der Frachter wieder verlassen,ging das vertickern auch schon los- an andere Schiffe und die Meute, die bereits schon darauf wartete, alles direkt vor unseren Augen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige Tage sp\u00e4ter kamen wir in Santos &#8211; Brasilien an, und alles war anders. Der Hafen ordentlich und organisiert. Genauso ein paar Tage darauf in Zarate &#8211; Argentinien, unser erster Landgang. Mittlerweile war es bereits der 10.12.2013.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war dieser Landgang eine leichte Reiz\u00fcberflutung. Wir waren nicht besonders gut vorbereitet und mit den gesamten Gleichgesinnten unterwegs &#8211; 10 Leute sind nicht gut unter einen Hut zu bringen, wie man sich vorstellen kann und wir mussten uns noch um eine Versicherung f\u00fcr unser Fahrzeug k\u00fcmmern. Markus aus der Schweiz hatte mit seinem Motorrad das gleiche Problem, beim dritten Anlauf in der Versicherungsagentur hatten wir das gew\u00fcnschte Dokument und auch das Gef\u00fchl, die Versicherung nun gekauft zu haben, der Umgang mit der Kreditkarte ist viel zu einfach, zumindest f\u00fcr diesen Moment wie es sich zeigte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 12.12. kamen wir in Montevideo an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Streiten<\/b>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>32 Tage auf engem Raum und nur Wasser um uns herum &#8211; da kann einem die Decke schonmal auf den Kopf fallen. Nach mehr 20 Tagen kam es deshalb zu folgendem Dialog:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDuuuu &#8211; wir haben noch gar nicht gestritten<\/p>\n<p>\u201e \u00a0 \u00a0 &#8211; \u00a0 \u00a0 stimmt\u201c<\/p>\n<p>\u201e w\u00e4re es nicht an der Zeit?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, schon, aber mein Buch ist gerade so spannend. Was h\u00e4ltst du von morgen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMorgen &#8211; ok!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Na gut, wir hatten\u00b4s versucht und dann doch vergessen. Aber irgendwann holen wir das nach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Fazit.<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles in Allem: eine Frachterreise ist eine wundervolle Sache: jederzeit sehr gerne wieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u201eER\u201c f\u00fcgt noch an:<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eGrande Cameroon &#8211; Palermo\u201c &#8211; von der Reederei Grimaldi Lines &#8211; so hie\u00df unser schwimmendes Zuhause um von Europa nach S\u00fcdamerika zu kommen.<\/p>\n<p>So ziemlich die beste M\u00f6glichkeit wie wir mit stundenlangem Internetsurfen herausgefunden haben.<\/p>\n<p>Viel haben wir im Vorfeld, auch bei anderen Reisenden, nicht gefunden.<\/p>\n<p>Wer sich mit so einer Reise besch\u00e4ftigt findet unter:www.marinetraffic.com die aktuelle Position dieses Schiffes und auch ein Bild mit ein paar Daten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Einige technische Details:<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als wir im Hafen von Hamburg erstmals davor geparkt haben &#8211; ein \u00fcberw\u00e4ltigender Anblick! 12 Stockwerke hoch, und man lebt im 11! Das sind so ca. 25 Meter \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che. Das Schiff ist als Autotransporter 2010 gebaut worden und besitzt noch die M\u00f6glichkeit auf dem sog. \u201eWeatherdeck\u201c Container mitzunehmen.<\/p>\n<p>Gut und gerne ist das Schiff knapp 245 Meter lang. Es ist keine Sch\u00f6nheit die da mit fast 20 Knoten H\u00f6chstgeschwindigkeit durch\u2019s Meer pfl\u00fcgt, da durch die riesige Auffahrtsrampe der \u201eArsch\u201c recht volumin\u00f6s wirkt. Aber daf\u00fcr transportiert der Frachter ca. 2.500 Fahrzeuge und LKW\u2019s. Bei uns war auch ein Helikopter, drei komplette Trafostationen und zwei Fertigh\u00e4user mit an Bord.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem obersten Deck, das ein Freideck ist, hat man als Passagier dann etwas \u201eBewegungsfreiheit\u201c. Aber dazu mu\u00df erst ein Gro\u00dfteil der alten Autos, die dort bis nach Afrika stehen, von Bord gebracht werden. Dabei gehen die Fahrer nicht gerade zimperlich mit den Autos um. Was nicht mehr anspringt wird mit einem \u201ePusher\u201c angeschoben oder gleich mit einem Gabelstapler von Bord gezerrt.<\/p>\n<div id=\"attachment_485\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-485\" data-attachment-id=\"485\" data-permalink=\"http:\/\/my-alps.de\/?attachment_id=485\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?fit=1024%2C232\" data-orig-size=\"1024,232\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;7.1&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-RX100&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1386781970&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;10.4&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.002&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"Freideck\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Auslauf f\u00fcr &#8222;bewegliche&#8220; Fracht&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?fit=300%2C67\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?fit=625%2C142\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-485\" alt=\"Auslauf f\u00fcr &quot;bewegliche&quot; Fracht\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?resize=625%2C142\" width=\"625\" height=\"142\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?w=1024 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Freideck.jpg?resize=300%2C67 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-485\" class=\"wp-caption-text\">Auslauf f\u00fcr &#8222;bewegliche&#8220; Fracht<\/p><\/div>\n<p>Als wir den Maschinenraum besichtigen durften, konnte man davon einen Eindruck bekommen, was f\u00fcr eine Kraft notwendig ist um dieses Schiff voranzutreiben. Da steht ein Motorblock von MAN &#8211; so gro\u00df wie ein kleines Einfamilienhaus. Der Verbrauch liegt bei ca. 2.500 Litern in 24 Stunden bei Vollast! Es wird aber die meiste Zeit nur mit 60 % Leistung gefahren. Das ben\u00f6tigte S\u00fc\u00dfwasser wird in einer eigenen Entsalzungsanlage gewonnen &#8211; 25.000 Liter in 24 Stunden. F\u00fcr die L\u00fcftungs- und Klimaanlagen stehen nochmals drei eigene, kleinere Motorbl\u00f6cke zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Alles ist hier recht gro\u00dfz\u00fcgig dimensioniert &#8211; so hat ein Kolben vom Schiffsmotor einen Durchmesser von knapp einem halben Meter, die dazugeh\u00f6rige Pleuelstange ist ca. 1,50 Meter lang. Dazu herrscht eine unglaubliche Hitze und ein noch gr\u00f6\u00dferer L\u00e4rm im Maschinendeck.<\/p>\n<p>Um das ganze zu betreuen gibt es einen \u201eChefingenieur\u201c und einen zweiten Ingenieur. Der Spezialist f\u00fcr das Elektronetz und einige Arbeiter komplettieren das gesamte Personal. Nachts ist die gesamte Anlage autark und wird ferngesteuert von der Br\u00fccke \u00fcberwacht.<\/p>\n<p>Das einzige was etwas zu kleingeraten ist &#8211; bei all diesen riesigen Dimensionen &#8211; ist der Personenaufzug &#8211; der ist ein besserer Speisenaufzug und h\u00e4lt nicht mal auf dem Hauptdeck der Einfahrtsrampe, sondern erst im 5. Stock! Da hinauf mu\u00df man \u00fcber eine kleine Treppe hochsteigen. Aber wahrscheinlich sind die Ingenieure davon ausgegangen das Container und Autos halt nicht Aufzug fahren!<\/p>\n<div id=\"attachment_477\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-477\" data-attachment-id=\"477\" data-permalink=\"http:\/\/my-alps.de\/?attachment_id=477\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?fit=1024%2C768\" data-orig-size=\"1024,768\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-RX100&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1386848313&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;10.4&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.008&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;}\" data-image-title=\"alles etwas GR\u00d6SSER\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;neue Reifengr\u00f6\u00dfe f\u00fcr&#8217;s n\u00e4chste WOMO&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?fit=300%2C225\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?fit=625%2C469\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-477\" alt=\"neue Reifengr\u00f6\u00dfe f\u00fcr's n\u00e4chste WOMO\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?resize=625%2C469\" width=\"625\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?w=1024 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/alles-etwas-GR\u00d6SSER.jpg?resize=300%2C225 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-477\" class=\"wp-caption-text\">neue Reifengr\u00f6\u00dfe f\u00fcr&#8217;s n\u00e4chste WOMO<\/p><\/div>\n<p>Die gesamte Crew hat w\u00e4hrend der ganzen Fahrt drei (3!) vorbildlich abgehaltene Feueralarm\u00fcbungen gemacht und wir wurden in einer speziellen Sicherheitseinweisung mit dem Umgang von Schwimmwesten, Feuerl\u00f6scher und Atemmasken vom 1. Offizier unterrichtet.<br \/>\nHier einige Infos f\u00fcr zuk\u00fcnftige &#8222;Grimaldi-Fahrer&#8220;:<br \/>\nDie Autof\u00e4hren von Grimaldi legen in Hamburg am sog. &#8222;O&#8217;swaldkai&#8220; an.<br \/>\nDieses Frachtterminal liegt im Freihafen von Hamburg in der Dessauer Stra\u00dfe und die Anlegestelle hat die Koordinaten:\u00a0N53 31.992 und E9 59.739<br \/>\nDie Grande Cameroon nimmt haupts\u00e4chlich Neuwagen und Container auf.<br \/>\nVerfolgen kann man die Schiffe unter: www.marinetraffic.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht man denn 30 Tage auf einem Frachter? &nbsp; \u201eSie\u201c schreibt dazu: &nbsp; Diese Frage h\u00f6rten wir sehr oft in diesem Jahr. Ist es doch im Rahmen der normalen 30-Tage-Jahresurlaub-B\u00fcrger wie auch wir es bisher waren, UN VOR STELL BAR, derart die Zeit zu verbringen. Ich hatte damit kein Problem, in meinem Gehirn entwickelte [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":225,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"spay_email":""},"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/P6huce-7w","jetpack-related-posts":[{"id":57,"url":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=57","url_meta":{"origin":466,"position":0},"title":"&#8230;und &#8211; wie kommt man am Besten hin?","date":"11. Februar 2013","format":false,"excerpt":"..das ist die Frage die uns ziemlich lange besch\u00e4ftigt hat, aber, am 22.10.2013 geht es mit dem Schiff von Hamburg nach Uruguay in den Hafen von Montevideo. Wir haben ziemlich viele Reiseberichte aus dem S\u00fcdamerika Forum durchgelesen und uns \u00fcberlegt ob wir unser Wohnmobil alleine verschiffen und hinterherfliegen - oder\u2026","rel":"","context":"\u00c4hnlicher Beitrag","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":1203,"url":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=1203","url_meta":{"origin":466,"position":1},"title":"&#8230;wir, der Grund und unser WOMO","date":"4. Juni 2014","format":false,"excerpt":"\u00a0 Hallo - und ein herzliches \"Servus\" auf unserer Homepage die unsere Verbindung nach \"Zu Hause\" bleiben soll. Wir beide haben uns entschlossen dem regul\u00e4ren Arbeitsleben in Deutschland f\u00fcr eine Weile den R\u00fccken zu kehren und unseren Traum von einer Auszeit Realit\u00e4t werden zu lassen. Und weil wir \"weg\" wollten\u2026","rel":"","context":"\u00c4hnlicher Beitrag","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Unser-Bimobil-genannt-Boomer.jpg?resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":789,"url":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=789","url_meta":{"origin":466,"position":2},"title":"BIMOBIL VL 326","date":"4. M\u00e4rz 2014","format":false,"excerpt":"F\u00fcr Interessierte stelle ich mal ein paar Fakten von unserem mobilen Heim zu Verf\u00fcgung. Eventuell tr\u00e4gt sich ja jemand mit dem Gedanken auch f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit mit dem WOMO zu verreisen. Und gute Tipps kann man(n) ja immer gut gebrauchen. Wie ich auf unserer Startseite schon geschrieben hatte, sind wir\u2026","rel":"","context":"Mit 4 Kommentaren","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/my-alps.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Powerschrank.jpg?resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":2,"url":"http:\/\/my-alps.de\/?page_id=2","url_meta":{"origin":466,"position":3},"title":"C &#038; A","date":"26. 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